Infostand am 1. Mai - Gemeinsam für Arbeit und Gerechtigkeit
Montag, den 02. Mai 2011 um 23:02 Uhr
Auch in diesem Jahr war die SPD Pfeddersheim am 1. Mai wieder mit einem Infostand beim Grillfest des DGB Ortsverband Pfeddersheim vertreten und demonstrierte gemeinsam mit der Gewerkschaft für eine soziale und gerechte Wirtschaftsordnung. Schwerpunkthemen waren der Mindestlohn und die Energiewende. Lohndumping muss endlich wirksam und flächendeckend unterbunden werden, so die Forderung der Pfeddersheimer Sozialdemokraten. Dies gelte umso mehr, da mit dem 1. Mai 2011 der deutsche Arbeitsmarkt für Menschen aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten geöffnet ist. Diese Öffnung dürfe nicht für eine weitere Lohndrückerei missbraucht werden. CDU, CSU und FDP sperrten sich noch immer gegen Mindestlöhne. „Deshalb bleibt die Forderung der SPD nach einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro auf der Tagesordnung!", so der Pfeddersheimer SPD-Vorsitzende Uwe Franz.
Die SPD mit Heidi Lammeyer, Michael Antz, Kareen Kokert und Uwe Franz(v.l.) demonstrierten Solidarität mit den Gewerkschaften beim Grillfest des DGB Ortsverbandes Pfeddersheim.
Deutschland befinde sich nach der Finanzkrise wieder in einer stabilen Aufschwungphase. Die Unternehmen strichen gute, manche sogar hervorragende Gewinne ein. Der Aufschwung sei aber bei den Menschen noch nicht angekommen. Dies zeige sich besonders beim Niedriglohnsektor. Rund 22 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten müssten zu Löhnen arbeiten, von denen sie und ihre Familien kaum leben könnten. Viele von ihnen seien Frauen, die zudem immer noch viel weniger Lohn für vergleichbare Arbeit erhielten als ihre männlichen Kollegen. „Wir wollen wieder für Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Das heißt: Stärkung des Tarifvertragssystems, gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei der Leiharbeit sowie für Frauen und Männer und ein Verbot der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen", betonte Heidi Lammeyer, Fraktionsprecherin der Pfeddersheimer SPD.
Der 1. Mai 2011 stand auch unter dem Eindruck der nuklearen Katastrophe in Japan. „Wir sind an diesem Tag deshalb auch solidarisch mit den Menschen, die unter den Folgen dieser Katastrophe leiden.", sagte Uwe Franz. Es sei einmal mehr deutlich gemacht worden, dass Atomkraft nicht sicher ist, weder vor Naturgefahren, noch vor menschlichem Versagen, technischen Unwägbarkeiten oder Terroranschlägen. Deshalb müsse das Atomzeitalter zu Ende gehen - so schnell wie möglich, aber vor allem dauerhaft und unumkehrbar. Die Energiewende sei nicht nur eine Frage der ökologischen Vernunft und Verantwortung, sondern sie biete auch große Chancen für Forschung und Industrie - und damit für viele neue Arbeitsplätze: neue Technologien für mehr Energieeffizienz, die Produktion ressourcenschonender Materialien und moderner Antriebstechniken sowie die Entwicklung der erneuerbaren Energien seien Schlüssel für Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg, der sich mit sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit verbinde.
„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten demonstrieren am 1. Mai 2011 gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften für gute Arbeit und eine Zukunft ohne Atom!", so Franz abschließend.






