Wieder über 200 Teilnehmer beim 4. Grenzgang der SPD Pfeddersheim

Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 18:12 Uhr

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Der 4. Grenzgang der Pfeddersheimer SPD lockte wieder über 200 Besucher an. Gerade nach den Weihnachtsfeiertagen ist die Wanderung durch die heimische Gemarkung eine willkommene Abwechslung. Immerhin wird nicht nur den Festtagskalorien der Kampf angesagt, ehe das große Schlemmen an Silvester von Neuem beginnt; auch gibt's stets reichlich Wissenswertes rund um Pfeddersheim zu erfahren. Nicht nur die Pfeddersheimer waren auf den Beinen, auch Wanderfreudige aus den anderen Stadtteilen, darunter Hochheim und Herrnsheim und selbst aus Worms, konnte SPD-Vorsitzender Uwe Franz willkommen heißen. Die ganz dicke Winterjacke war diesmal nicht erforderlich. Zeigte im letzten Jahr das Thermometer ordentliche Minusgrade an und musste man sich mitunter über zugeschneite Wege „kämpfen", genossen die Teilnehmer heuer Temperaturen im Plusbereich um die fünf Grad. Über die Schlossstraße marschierte der Tross diesmal in den östlichen Teil der Stadtgrenze; genauer gesagt an den Hochberg. Die Führung der Gruppe und die Erläuterungen und Geschichten zu markanten Punkten der Gemarkung übernahm wie auch in den vergangenen Jahren Eckhard Wendel.

„Nach dem ergiebigen Festtagsessen muss körperlicher Ausgleich her", bestätigte Landtagsabgeordneter Jens Guth, der sich dem Tross ebenso gern wie Oberbürgermeister Michael Kissel angeschlossen hatte. Schon im 15. Jahrhundert gab es Grenzbegehungen in Rheinhessen. Sie waren notwendig, um den Landbesitz der Gemeinden zu sichern, um Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn an Ort und Stelle zu bereinigen und die Grenze durch natürliche Zeichen, zum Beispiel durch Steine, festzulegen.

„Seien Sie sehr aufmerksam und behalten sie alles genau um Auge ", bat Eckhard Wendel scherzhaft, waren doch Nachbarorte schon immer bestrebt, Pfeddersheim einzunehmen. „Bei irgendwelchen Auffälligkeiten bitte sofort Meldung machen", forderte er die Teilnehmer augenzwinkernd auf. In früheren Zeiten hatte Pfeddersheim sogar ein eigenes Weinmaß, erklärte Altbauer Wendel. Das war ein besonderes Privileg. Ungeklärt ist indes die genaue Füllmenge. Am Hochberg legten die Wanderer ihre erste Rast ein. Hier hatte die Pfeddersheimer SPD mit Ortsvorsteher Alfred Haag einen kleinen Imbiss mit Schmalzbroten und Glühwein spendiert. So konnte man sich für den zweiten Teil des Marsches stärken.

Der krönende Abschluss fand im Weingut Götz statt; dort sorgten die Inhaber für ausreichend Glühwein, aber auch antialkoholische Getränke sowie Steaks und Würstchen waren im Angebot. Ein Teil des Erlöses kommt einen guten Zweck zugute. Unterstützt wird die Pfeddersheimer Familie Maurer-Guttrof. Deren Sohn Yannik hatte 2010 einen folgenschweren Verkehrsunfall erlitten und ist seitdem ein Pflegefall. „Für ihn soll ein Lerncomputer angeschafft werden, der allein mit den Augen gesteuert werden kann", erläuterte SPD-Vorsitzender Franz.

Gez. KMW