"Ich kann Opposition." - Klaus Hagemann verteidigt sein Bundestags-Direktmandat knapp und zieht auf die Oppositionsbank um
Montag, den 28. September 2009 um 21:54 Uhr
Der Sonntagabend habe ihm " ein Wechselbad der Gefühle" beschert, gibt der alte und neue Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann im Wahlkreis 207 Worms-Alzey-Oppenheim freimütig zu. Hatte doch der SPD Bundespolitiker um sein sicher geglaubtes Direktmandat fürchten müssen, aber es letztlich doch geschafft.
Haben bis zur letzten Minute gemeinsam gekämpft: Klaus Hagemann MdB und Uwe Franz, Vorsitzender SPD Pfeddersheim und Listenkandidat für die Bundestagswahl 2009.
Der Sonntagabend habe ihm " ein Wechselbad der Gefühle" beschert, gibt der alte und neue Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann im Wahlkreis 207 Worms-Alzey-Oppenheim freimütig zu. Hatte doch der SPD Bundespolitiker um sein sicher geglaubtes Direktmandat fürchten müssen, aber es letztlich doch geschafft.
Die Anspannung habe sich erst gelegt, als sich ein 1,7 Prozent-Punktevorsprung für ihn habe manifestieren können. Doch neben der Freude über den Einzug als einer von nur noch 8 rheinland-pfälzischen SPD-Abgeordneten bliebe die Enttäuschung über das schlechte Abschneiden seiner Partei und den Gang in die Opposition. "Natürlich war das eine eindeutige Niederlage", bekennt Hagemann offen. "Was habe ich falsch gemacht", fragte er sich selbstkritisch, sei er doch sicher gewesen, sehr viel Engagement für die Menschen aufgebracht zu haben und in vielen Fällen konkrete Verbesserungen durchgesetzt zu haben. Doch sehe er den Verlust der Regierungsverantwortung auch als Chance für eine Neuorientierung seiner Partei. "Wir müssen uns fragen, was hinter dem schlechten Ergebnis steckt und das Problem strukturell und auch personell diskutieren", fordert er seine Genossen auf.
Hagemanns Enttäuschung über das Ergebnis der Partei am Wahlabend sei aber spätestens dann gemildert gewesen, als er am späteren Abend ins Gerd-Lauber-Haus nach Worms gekommen sei, wo ihm der Wormser SPD-Vorsitzende Jens Guth, Oberbürgermeister Michael Kissel, Listenkandidat Uwe Franz, Parteifreunde, andere Unterstützer und sein "Junges Team" einen herzlichen, warmen Empfang bereitet und mit viel Applaus begrüßt hätten. „Dann nahm die Freude Überhand, das Direktmandat errungen zu haben und mich weiter für die Menschen in unserem Wahlkreis einsetzen zu können.", so Klaus Hagemann.






