Wormser Großbaustellen im Fokus - Staatssekretäre aus Bund und Land mit Klaus Hagemann MdB vor Ort

Dienstag, den 22. September 2009 um 13:44 Uhr

grossmann_001Informierten sich am Wormser Haupbahnhof über die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II von Bund und Land. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrs- ministerium, Achim Großmann, OB Michael Kissel, Staatssekretär Alexander Schweitzer aus dem rheinland-pfälzischen Verkehrs- ministerium, Klaus Hagemann MdB und Uwe Franz, Vorsitzender SPD Pfeddersheim(v.r.).

Die aktuellen Großbaustellen Rheinbrücke mit B 47 und B 9-Verlegung sowie der Wormser Hauptbahnhof standen im Fokus beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann und seinem rheinland-pfälzischen Amtskollegen, Staatssekretär Alexander Schweitzer. Auf Einladung des Bundestags- abgeordneten Klaus Hagemann (SPD) waren die beiden Fachpolitiker in die Nibelungenstadt gekommen, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Kissel, dem Pfeddersheimer SPD-Vorsitzenden Uwe Franz, dem Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM), Bernhard Knoop, Stadtratsmitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Verkehrsgroßprojekte in der Nibelungenstadt zu diskutieren.

Nach wie vor laute das Ziel, die Gesamtbaumaßnahmen am Rhein 2012 abzuschließen. Was nach Fertigstellung der zweiten Wormser Rheinbrücke jetzt noch fehle, seien der Ausbau der B9/B47-Auf- und Abfahrrampen, die Sanierung der alten Nibelungenbrücke, für die Hessen verantwortlich ist sowie die weitere Verbesserung der fußläufigen Verbindung der Stadt zum Rheinufer. Im Herbst beginne daher der Erdbau, im Fachjargon „Vorschüttung" genannt zum Bau der Fußgängerbrücke, die in Höhe der Nibelungenschule über die B 9 führen wird. Der eigentliche Bauauftrag für die Brücke soll 2010 erteilt werden. OB Kissel verwies auf die hohe Bedeutung des Rheinufers als Naherholungsgebiet und freute sich, dass der Zugang erleichtert werde. Großmann lobte die sehr gute Verzahnung zwischen Bund, Land und Stadt Worms bei diesem Großprojekt. Bis zu 20 Prozent mehr Bundesmittel als im Schnitt der letzten Jahre wickle der LBM Worms gegenwärtig mehr für Verkehrsprojekte in Rheinhessen ab.

Innenstadt und B9 im Norden entlasten
Im engen Zusammenhang mit den Baumaßnahmen rund um die beiden Rheinbrücken steht auch die 2,4 Kilometer lange B47-Südumgehung als wichtige Ost-West-Achse, für die zurzeit der Planfeststellungsbeschluss formuliert werde. Auf einer sehr sachlichen Ebene seien laut LBM Worms und OB Kissel die Einwände für das 22 Millionen Euro Großvorhaben mit Bürgern diskutiert worden. „Mit dieser B 47-Südumgehung wird die Innenstadt um 60 Prozent vom Verkehr entlastet", sagte Kissel. Hagemann freute sich, dass die B 47 Südumgehung im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingestuft wurde. Ein anderes Nadelöhr befindet sich noch im Norden der Stadt. Rund 20.000 Fahrzeuge seien dort täglich auf der B 9 unterwegs. „Das ist fast Autobahnniveau", sagte Knoop. Deshalb wurde bereits der Knotenpunkt „Petrus Dorn-Straße" ausgebaut. Der weitere vierstreifige Ausbau ab dem Knotenpunkt Petrus-Dorn Straße bis zur Pfrimmbrücke und von dort weiter bis zum Fahrweg sind in Planung. Es laufen bereits mit den betroffenen Anliegern und Betrieben Gespräche mit dem Ziel einer konsensfähigen Planung.

Ab November Toiletten im Bahnhof
Bei einem abschließenden Rundgang durch den Wormser Bahnhof informierten sich die Staatssekretäre und MdB Hagemann über die Fortschritte bei der Modernisierung sowie über die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II von Bund und Land. Daraus fließen rund 1,6 Millionen Euro in die energetische und optische Sanierung des Bahnhofsgebäudes. Unter anderem wird damit die Heizungsanlage saniert. Und ab November wird dann eine neue und barrierefreie WC-Anlage im Wormser Bahnhof zur Verfügung stehen, berichtete OB Kissel zur Freude Hagemanns. „In fast jeder meiner Bürgersprechstunden wurde diese Problematik angesprochen", sagte Hagemann. Auf der Hauptseite des Bahnhofsgebäudes werden dann auch noch 250 Fahrradstellplätze eingerichtet.

Marco Sussmann