Moderne Entwicklungspolitik - MdB Klaus Hagemann, Uwe Franz und Staatssekretär Stather im Gespräch mit Mitarbeitern der Weltläden
Donnerstag, den 17. September 2009 um 00:00 Uhr
Im „Weltladen s' werd" in Worms-Horchheim informierten sich MdB Klaus Hagemann, Uwe Franz und Erich Stather, Staatsekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, über die Arbeit des Weltladens. Auch die Frage, wie man Globalisierung gerecht gestalten kann, wurde mit den Mitarbeitern des Weltladens und Ortsvorsteher Volker Janson erörtert.
Im Horchheimer Weltladen informierten sich Staatssekretär Stather (3. v. links), MdB Hagemann und Uwe Franz.
Gerade die ehrenamtlich geleistete Arbeit der Mitarbeiter loben Hagemann und Stather und betonen, dass oft die „Basis" besonders wertvolle Hinweise für die Gestaltung der Arbeit in den Ministerien liefern kann. Der Weltladen in Horchheim bestreitet seine Existenz hauptsächlich mit dem Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und unterstützt mit den Überschüssen unter anderem ein Projekt mit Straßenkindern in Brasilien. Vorsitzender Markus Holzmann erklärt, dass man versuche eine angenehme Atmosphäre im Laden zu schaffen und man sich schon lange „von zusammengezimmerten Sachen" verabschiedet habe, um auch die Kunden in den Laden bei der evangelischen Kirche zu locken und über viele kleine Projekte Menschen für den Laden zu gewinnen versucht.
Laut Stather wird Globalisierung menschlich und gerecht mit erfolgreichen Konzepten, wie „Hilfe zur Selbsthilfe" oder „fair gehandelte Güter" gestaltet, die auch von den Weltläden häufig unterstützt würden. Die Aufgaben der modernen Entwicklungspolitik sieht er vor allem in Projekten, die die gesamte Bevölkerung eines Landes im Fokus haben. Beispielsweise versucht man so Regierungen in Entwicklungsländern bei der Ausbildung sozialer Sicherungssysteme zu unterstützen. Stather unterstreicht, dass in den letzten Jahren schon viel erreicht wurde, jedoch auch weiterhin viel Engagement nötig sein wird um besonders auch die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise abzumildern. Klaus Hagemann sieht eine wichtige Aufgabe darin, das Bewusstsein für die Situation der Menschen in den Entwicklungsländern zu stärken, indem sich vor allem Jugendliche mit diesem Thema schon in der Schule beschäftigen und vielleicht auch vor Ort selbst in Projekten, beispielweise im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres, mitarbeiten.
Carina Schwarz






