SPD-Klausur erarbeitet Ziele zum Busverkehr

Montag, den 23. August 2010 um 00:00 Uhr

SPDKlausurBRN_20100821Die "Anbindung des Klinikums, des Hauptfriedhofs und der IGS soll verbessert werden", "die Busse des BRN sind zu alt, nicht umweltfreundlich und barrierefrei", am "Hauptbahnhof soll wieder ein Servicecenter eingerichtet werden" und die Wabenstruktur in Worms muss überarbeitet werden. Dies sind nur fünf von vielen Maßnahmen, die die SPD-Stadtratsfraktion auf ihrer Klausurtagung am Pfeddersheimer Marktsamstag im Rathaus Pfeddersheim mit dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) Werner Schreiner und dem Geschäftsführer der Stadt Worms Verkehrs-GmbH, Karl-Heinz Adelfinger, erarbeitet hat.

Die SPD-Stadtratsfraktion war zu einer Klausur zur Optimierung des Busverkehrs in Worms Gast in Pfeddersheim.

Die Gemeinschaftsgenehmigungen mit dem BRN laufen noch bis Mai 2014, informiert der zuständige Dezernent Georg Büttler. Auslaufende Konzessionen sind nach den EU-Richtlinien rechtzeitig bekannt zu machen und neu auszuschreiben. Demnach muss in Worms 2011 mit der Festlegung der Ausschreibungskriterien begonnen werden und 2012 muss die Ausschreibung fertig sein. Danach beginnt das Wettbewerbsverfahren bei dem sich verschiedene Verkehrsunternehmen bewerben können. Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) will darin das maximale Alter der Busse festschreiben und die Anzahl von Stehplätzen begrenzen um übervolle Busse bei der Schülerbeförderung zu reduzieren. Ebenso sollen nur noch umweltfreundliche und barrierefreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die Unterhaltung eines Servicecenters am Busbahnhof gehört ebenso zu den neuen Auflagen beim Busverkehr in Worms. "Den meisten Kunden hilft ein Servicebüro in der Klosterstraße recht wenig", so SPD-Chef Jens Guth und kritisiert die Schließung am Hauptbahnhof.

Worms ist momentan nach der geltenden Tarifstruktur des VRN in vier Waben (23, 33, 43, 53) aufgeteteilt. Damit müssen Bürgerinnen und Bürger ausserhalb der Kernstadt-Wabe für Fahrten in oder aus den Stadteilen höhere Tarife zahlen. Auch hier wurde der Wunsch an den VRN herangetragen, dies bei der neuen Ausschreibung zu berücksichtigen.

Auch die bestehenden Linienverbindungen sollen kritisch überprüft und neue geschaffen werden. Hierbei ist jedoch auf Kostenneutralität zu achten. Auf der Wunschliste steht neben einer attraktiveren Anbindung von Klinikum und Hauptfriedhof insbesondere die Verbindung zwischen dem Eisbachtal und dem Pfrimmtal - also bspw. zwischen Horchheim und Pfeddersheim um in diesem Zusammenhang dann auch die Schülerbeförderung zur IGS zu verbessern. Hierbei sagte Werner Schreiner vom VRN Unterstützung zu. Auch die Möglichkeiten des "Ruftaxi" sollen bekannter gemacht und ggf. erweitert werden. Die Überdachung von Bushaltestellen war auch Thema bei der Klausur. "Eine Überdachung an jeder Haltestelle wird nicht machbar sein", erläutert Karl-Heinz Adelfinger, "aber wir erarbeiten derzeit eine Prioritätenliste, die dann dem Gesellschafterausschuss sowie den städtischen Gremien und Fachabteilungen vorgelegt wird."