Bundesweite Befragung der SPD Ortsvereine
Freitag, den 21. Mai 2010 um 08:45 Uhr

Zum ersten Mal in der fast 150-jährigen Geschichte der SPD hatte der SPD-Bundesvorstand an alle 10 000 Ortsvereine einen Fragebogen verschickt. „Die Befragung der Ortsvereine soll die Grundlage für die politische und organisatorische Erneuerung der SPD bilden", so der Pfeddersheimer SPD-Vorsitzende Uwe Franz, dessen Ortsverein sich in seiner letzten Vorstands- und Fraktionssitzung mit der Beantwortung des siebenseitigen Fragebogens beschäftigte.
In dem Fragebogen ging es unter anderem um positive und negative Erfahrungen der Ortsvereine im Bundestagswahlkampf, welche Themen für die Mitglieder in den nächsten Jahren besonders wichtig sein werden oder auch um die Strukturen der Ortsvereine. Die Pfeddersheimer Genossinnen und Genossen diskutierten sehr lebhaft über die einzelnen Themen. Für sie lag der bundesweite Verlust von über elf Prozentpunkten bei der vergangenen Bundestagswahl am fehlenden Profil der Partei auf Bundesebene. Auch die innerparteilichen Flügelkämpfe und die nicht richtig vermittelte Agenda 2010 seien wichtige Gründe für den Verlust an Wählerstimmen. Positiv im Wahlkampf wurde die gute Zusammenarbeit aller Wormser SPD-Ortsvereine bewertet. „Wir haben hier vor Ort hart gearbeitet und unser Direktkandidaten Klaus Hagemann MdB bekam das verdiente Vertrauen der Wählerinnen und Wähler seine gute Arbeit für unsere Region in Berlin fortzusetzen.", so Franz.
Die Liste der Themen, die für den Ortsverein und die Arbeit der Gesamtpartei in den nächsten Jahren besonders wichtig sein werden, reicht nach Einschätzung der Pfeddersheimer SPD von Mindestlöhnen und Stärkung von Tarifverträgen über wirksame Maßnahmen gegen Kinderarmut bis hin zum Atomausstieg und der menschenwürdigen Pflege im Alter. Ein solidarisches Gesundheitssystem, das alle Bürgerinnen und Bürger einbezieht und am medizinischen Fortschritt teilhaben lässt, die Schaffung neuer und zukunftsfähiger Arbeitsplätze und eine bessere Förderung von Arbeitssuchenden gehören ebenfalls zu den ganz wichtigen sozialdemokratischen Themen der kommenden Jahre. Zudem stehen auch eine verantwortungsbewusste und Frieden sichernde Außenpolitik sowie eine verlässliche und der Lebensleistung entsprechende Altersversorgung auf der Liste des Ortsvereins. „Ganz oben steht das Thema Schule und Bildung", betonte der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Franz. „Bildung und Wissen sind die Schlüsselressourcen unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Alle Menschen sollen die gleichen Chancen auf eine gute Bildung und Ausbildung haben - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Wir wollen alle Bildungshürden aus dem Weg räumen und endlich ein Bildungssystem schaffen, das es jedem Kind ermöglicht, seine Fähigkeiten voll zu entwickeln. Für ein demokratisches und soziales Bildungssystem brauchen wir Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule.", hob Franz hervor.
Die ausgefüllten Fragebögen werden ausgewertet und das Ergebnis am 30. Mai bei der Konferenz der Unterbezirks- und Kreisvorsitzenden im Willy-Brandt-Haus in Berlin präsentiert.






